|
Um die Verbindung mit den in der DDR ausharrenden Corpsstudenten zu festigen und
seinen Nachwuchs aus diesem Teil Deutschlands zu sichern, verlegte das Corps 1958
den Sitz nach Berlin (West). Regelmäßig führte es Treffen in Leipzig durch, bis
der Mauerbau 1961 es vollständig von der Heimat trennte. Aktive der Lusatia gehörten
zu den „Tunnelbauern“, die Flüchtlinge aus der DDR in den Westen schleusten. Das Segeln
mit dem eigenen Jollenkreuzer auf der Havel und dem Wannsee bereicherte das
Corpsleben in Berlin. Während der „Studentenrevolte“ griff Lusatia mehrmals
in
|
die hochschulpolitischen Auseinandersetzungen ein
und erzwang 1968 durch Gerichtsurteil
die Anerkennung der waffenstudentischen Verbindungen an der Freien Universität Berlin.
Als radikale Gruppen 1968/69 und 1973 gewaltsam den Universitätsbetrieb störten,
stellten auf Initiative des Corps Lusatia die Berliner Korporationen ihre Häuser
den arbeitswilligen Studenten für Klausuren und Seminare zur Verfügung. Lusatia
übernahm zweimal den Vorsitz im Corporationsring Berlin (über 30 Verbindungen) und
führte 1986/87 für Berlin den Vorort des Kösener SC-Verbandes.
|